Argumente

Die Reichen werden immer reicher: In der Schweiz besitzt das reichste Prozent inzwischen über 40% des Gesamtvermögens. 2003 besassen die Personen der obersten Vermögensklasse insgesamt 217 Milliarden Franken (steuerbar). 2013 waren es schon 485 Milliarden Franken. Am unteren Ende der Skala lässt sich das Gegenteil feststellen: Das Durchschnittsvermögen der Personen mit ohnehin schon wenig Ersparnissen sank im gleichen Zeitraum um über 2100 Franken.

Aus diesen Vermögen entstehen leistungsfreie Kapitaleinkommen in Form von Dividenden, Mieteinnahmen, Zinsen etc. Bei vielen Kleinsparer_innen entsteht der Eindruck, Kapitaleinkommen seien irrelevant – da sie selbst kaum welche erhalten. Dies stimmt jedoch nicht: Wer sehr viel Geld hat, kann massiv höhere Risiken eingehen, und die Streuung von Risiken funktioniert besser. Höhere Risiken bedeuten auch massiv höhere Gewinne. Dadurch können die Superreichen massiv höhere Renditen erzielen als Kleinsparer_innen.

Doch woher kommen diese Renditen? Kapital produziert nichts, es betreut keine Menschen, es erschafft kein neues Wissen.  Oder simpler: Geld arbeitet nicht – Menschen arbeiten. Der immer höhere Automatisierungsgrad in der Industrie ändert nichts an dieser Tatsache. Die Maschinen werden schliesslich von Menschen entworfen, hergestellt, installiert und gewartet.

Folglich gibt es für Kapitaleinkommen in der heutigen Höhe keine Rechtfertigung. Die Arbeit vergangener Generationen war nötig, um das Kapital anzuhäufen. Die Arbeit der heutigen Generation erwirtschaftet die Rendite für die Superreichen.

Bei dieser Ungerechtigkeit setzt die 99%-Initiative an. Die Lohnabhängigen sollen wieder mehr Geld zum Leben haben. Dazu sollen Kapitaleinkommen mit dem Faktor 1.5 besteuert werden. Freibeträge sorgen dafür, dass Kleinsparer_innen nicht betroffen sind. Ausserdem beenden wir diverse Privilegien und schliessen so Steuerschlupflöcher.

Die Mehreinnahmen sollen verwendet werden, um zum Beispiel Prämienverbilligungen bei den Krankenkassen zu bezahlen – oder niedrige Löhne steuerlich zu entlasten. So profitieren 99% der Bevölkerung.

Die 99% Initiative…

…schafft endlich konsequente Rückverteilung!

Die Kassiererin in der Migros, der Versicherungsangestellte, die Lehrerin oder der selbständige Grafiker – sie alle arbeiten, um ihr Einkommen zu erzielen. Es gibt aber auch Menschen, die nicht selbst für ihr Einkommen arbeiten müssen, sondern „ihr Geld für sich arbeiten“ lassen, sei das durch Zinsen auf dem Bankkonto, Wertsteigerungen bei Immobilien und Dividenden. Jeder Franken dieser Profite musste zuvor durch die restlichen 99% der Bevölkerung erarbeitet werden. Mit der 99%-Initiative holen wir uns zurück, was uns gehört!

…besteuert leistungsfreie Kapitalgewinne statt wertschaffende Arbeit

Unser Steuersystem sollte nicht die wertschaffende Arbeit von Millionen Menschen belasten, sondern in erster Linie die ungerechtfertigten Kapitaleinkommen der Superreichen.

…schafft Gerechtigkeit und beendet die Privilegien der Superreichen!

Heute sind Kapitaleinkommen auf diverse Arten privilegiert. Zum Beispiel unterscheidet das Gesetz zwischen steuerfreien Kapitalgewinnen und steuerbaren Kapitalerträgen. Kapitalgewinne entstehen, wenn ein Teil des Vermögens verkauft wird, um einen Gewinn zu erzielen – Kapitalerträge hingegen, wenn das Vermögen seine Form nicht ändert. Diese Unterscheidung ermöglicht steuerfreie Milliardengewinne und führt zu sogenanntem „Fiscal Engineering“: Gutbezahlte Jurist_innen konstruieren Anlagevehikel so, dass aus dem Kapitalertrag ein steuerfreier Kapitalgewinn wird. Die 99%-Initiative schafft endlich Gerechtigkeit und beendet die Privilegien der Superreichen!

…stärkt die Kaufkraft!

Was als Kapitaleinkommen nach oben, zu den Superreichen, fliesst, fehlt unten bei den Löhnen. Die Superreichen haben viel zu viel Geld, um es je auszugeben. Dieses Geld wird also dem Wirtschaftskreislauf entzogen, in spekulative und hochriskante Finanzspekulationen gesteckt und fehlt bei der Binnennachfrage.

Unsere Initiative verteilt rund 10 Milliarden von den Superreichen zum Rest der Bevölkerung um und stärkt so den Konsum. 99% der Bevölkerung bleibt mehr Geld zum Leben.

 

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